20 Möglichkeiten der Belohnung

Jänner Schreibchallenge Tag 14

Wenn wir eine neue Gewohnheit einführen und damit unser Leben zum Besseren verändern, dürfen wir uns dafür auch belohnen. Heute wollen wir uns Gedanken darüber machen, welche Form der Belohnung wirklich hilfreich ist.

Wer wie ich ein Kind der 1960er oder 1970er Jahre ist, kennt sehr wahrscheinlich diese Regel: „Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen“.

Erst kommt die Hausübung, dann darfst du rausgehen und mit deinen Freundinnen spielen. Erst räumst du dein Zimmer auf, dann darfst du den Plattenspieler im Wohnzimmer benutzen. So weit so gut.

Diesen Trick kann ich auch als Erwachsene für mich anwenden. Allerdings muss ich gestehen, dass ich im Auswählen meiner Belohnungen nicht immer so klug war.

Wenn ich es schaffe, einen Monat lang nichts Süßes zu essen, dann darf ich mir einen großen Eisbecher gönnen. Du merkst es schon, oder? Gar nicht klug, aus zweierlei Gründen.

Warum manche Belohnungen nicht helfen

Belohnungen wirken immer dann besonders gut, wenn sie die unmittelbare Folge meines Tuns sind. Erst Hausübung, dann Spielen, erst Aufräumen, dann Musik. Aber wenn ich nun ein paar Tag hintereinander nichts Süßes esse, passiert… GENAU NICHTS. Ich spüre nichts, ich werde nicht schlanker, nur mein Verlangen nach Süßem steigt. Mein innerer Kampf wird immer schwerer, mein innerer Schweinehund immer lauter.

Eine Belohnung muss in Einklang stehen, mit dem, was ich erreichen möchte. Ich will Süßes vermeiden und verspreche mir gleichzeitig etwas Süßes zur Belohnung. Das ist wie der sprichwörtliche rosa Elefant, an den ich nicht jetzt, sondern erst in einem Monat denken soll.

Wie wär´s mit einer „Tut gut“-Liste?

Gewohnheiten zeichnen sich dadurch aus, dass sie mich mein Leben lang oder zumindest lange Phasen in meinem Leben begleiten. Ich richte sie also nicht auf ein Ziel aus, nicht auf einen Endpunkt.

Wenn ich mich um bessere Ernährungsgewohnheiten bemühe, komme ich nie an ein Ziel. Die brauche ich doch mein Leben lang. Was also könnte meine tägliche Belohnung sein?

Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

Winston Churchill

Was also könnte ich Leib und Seele Gutes tun, das meine Gewohnheiten verstärkt und sie mir besonders lieb macht. Wenn wir ein bisschen darüber nachdenken, fallen uns mindestens 20 Belohnungen ein, die wir variabel einsetzen können.

Versuche wirklich 20 Belohnungen zu finden. Gib dich nicht mit den erstbesten Ideen zufrieden, die dir in den Sinn kommen. Sie sind vielleicht wirklich nur die erstbesten, und nicht die besten.

Erfinde dir deine ganz persönliche „Tut Gut“-Liste. Viel Spaß dabei.

Wenn du Tipps für gute Belohnungen hast, teile sie doch in den Kommentaren. Vielleicht inspirierst du jemanden damit.

Autor: Susanne Senft

Mein Name ist Susanne Senft. Ich wohne in Wien und im Waldviertel, arbeite als PR-Beraterin und Schreibtrainerin, züchte Labrador Retriever und bin ehrenamtliche Mitarbeiterin von Wiens mobilem Kinderhospiz MOMO.

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