Ein guter Plan für eine gute Gewohnheit

Jänner Schreibchallenge Tag 12

Vorgestern haben wir ein intensives Gespräch mit unserem Körper geführt. Gestern haben wir unsere veränderungswürdige Gewohnheit in 12 Bildern festgehalten. Heute erschreiben wir uns die Veränderung.

Gewohnheiten sind wie Vorurteile – träge und kraftraubend. Deshalb sind kleine Schritte erfolgversprechender als revolutionäre Umbrüche.

James Clear schreibt in seinem Buch Atomic Habits (Die 1% Methode), dass eine Gewohnheit, die man neu einführen möchte, anfangs nicht mehr als 2 Minuten dauern soll. Also nicht vornehmen, gleich morgen Früh 20 Minuten zu laufen, sondern einfach mal die Laufschuhe anzuziehen und vor die Tür zu gehen. Das dauert nicht länger als 2 Minuten, aber dann überkommt einen vielleicht die Lust, eine kleine Runde zu drehen – jetzt, wo man die Schuhe schon mal anhat.

Ich habe diese Erfahrung mit meinen Morgenseiten gemacht, da kannte ich James Clears Methode noch gar nicht. An der Vorgabe, morgens drei A4 Seiten vollzuschreiben, bin ich monatelang kläglich gescheitert. Mit der Idee, einfach mal mit 10 Minuten anzufangen, hat es schließlich geklappt. Heute schreibe ich jeden Tag, und ich freue mich an jedem Morgen darauf. So fängt mein Tag gut an.

Ein bisschen Analyse

Nimm dir einen A4-Zettel (Excel-Junkies können diesen Teil auch gerne am Computer schreiben), nimm dir 10 Minuten Zeit und erarbeite dir folgende Tabelle:

Was gefällt mir nicht an (Gewohnheit)?Wie möchte ich (Gewohnheit) gestalten?)Wie fühlt sich das an?Wie wird es gut?
Ich drücke mich ständigIch lege meine Yoga-Matte ins BürozuversichtlichVorfreude auf mehr Beweglichkeit

Im zweiten Schritt unterstreichst du in „Wie wird es gut“ den zentralen, wenn möglich emotionalen Begriff (in meinem Beispiel wäre das „Vorfreude“). Mit jedem dieser Begriffe schreibst du abschließend einen Satz. In meinem Beispiel wäre das:

Vorfreude empfinde ich, wenn ich mir vorstelle, dass ich beweglicher bin und mit meiner Enkelin am Wohnzimmerboden herumkugeln kann.

So kann selbst eine Excel-Tabelle zum motivierenden Feuerwerk werden.
Viel Freude damit.

Autor: Susanne Senft

Mein Name ist Susanne Senft. Ich wohne in Wien und im Waldviertel, arbeite als PR-Beraterin und Schreibtrainerin, züchte Labrador Retriever und bin ehrenamtliche Mitarbeiterin von Wiens mobilem Kinderhospiz MOMO.

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